14 Architekturwettbewerbe 

Den fulminanten Auftakt zur Realisierung eines hochwertigen Städtebaus Am Papierbach machte im Oktober 2016 der Wettbewerb zur Revitalisierung des Karl-Schrem-Baus und die Gestaltung eines Neubaus – mit ruhigem Innenhof und mit Blick auf den Lech. And The Winner Is...


AUSSTELLUNG

Architekturwettbewerb Baufeld C

C

Für den Entwurf von Wohngebäuden auf dem Baufeld C, die sowohl frei finanziert, als auch gefördertes Wohnen gewährleisten sollen entschied sich die Jury für die KBNK ARCHITEKTEN GMBH aus Hamburg. Der Umgang mit den Lärmimmissionen durch die angrenzende Bahnlinie stellte eine Besondere Herausforderung für die Planung der Gebäude dar. Die Jury lobte die große Freiheit der Wohnungsgrundrisse, die ein differenziertes Angebot an durchgesteckten Wohnungen und Überecksituationen mit spannenden Freiraumbezügen ermöglichen. 
"Die Verfasser haben, ausgehend von einer starken städtebaulichen Grundhaltung, ein in sich stimmiges Gesamtkonzept entwickelt, das insbesondere im Hinblick auf die Qualität des Wohnungsangebotes und der Detailausbildung der Fassaden besticht und somit einen wertvollen Beitrag am nördlichen Auftakt des Quartiers, auf dem Gelände der ehemaligen Pflugfabrik, bieten kann", so die Jury.


Architekturwettbewerbe Baufeld B3 und D

b3 und d

Die Sieger für den achten und neunten Wettbewerb im Urbanen Leben am Papierbach wurden ermittelt. Mit seinem Entwurf für ein gemischt genutztes Wohngebäude mit Gewerbeflächen im Erdgeschoss und einer zusätzlichen Kindertagesstätte auf dem Baufeld B3 überzeugte das Münchner Architekturbüro Hierlpluskug Architekten die Jury (links). "Es werden fein austarierte Antworten auf die Anforderungen der drei Nutzungsbereiche Wohnen, Gastronomie und Kindertagesstätte gefunden." Insbesondere die hohe Qualität der Freiflächen wurde von der Jury gelobt.
Für das Baufeld D sollte ein Boarding-House als zeitbefristete Wohnmöglichkeit für Geschäftsleute, Firmen und Privatpersonen entwickelt werden. Die Besonderheit im Siegerentwurf des Münchner Architekturbüros F64 Architekten lag beim intelligenten Umgang mit dem Ort und seinen topografischen Gegebenheiten (rechts). "Die von der Stadt herankommenden Besucher werden bereits auf der Ebene des Parks und des Mutterturms empfangen und auf einladende Weise ins Quartier und in das Gebäude hineingeführt."

Architekturwettbewerb Baufeld B1 (Kultur)

B1

Das ehemals mit Betriebsgebäuden und Hallen bebaute Gebiet soll Erinnerungsmerkmale aufweisen, die den Wandel des Gesamtareals von seiner industriellen Prägung zum zeitgemäßen, innerstädtischen Wohnquartier thematisieren. Im siebten Architekturwettbewerb sollten Räume für kulturelle Nutzungen mit einem bedarfsgerechten, multifunktionalen Konzept entwickelt werden, um vielfältige und variable Einzel- und/ oder Dauernutzungen zu erlauben. In den oberen Geschossen sollen Wohnungen mit integrierten Arbeitsräumen/Ateliers für Personen der Kreativwirtschaft entstehen. Die Jury entschied sich einstimmig für die Staab Architekten GmbH aus Berlin. "Die strukturierte Großform verknüpft geschickt Kultur, Kreativarbeit und Wohnen, sowohl in funktioneller wie auch in atmosphärischer Hinsicht repräsentiert sie den gewünschten Kreativ-Hub", so die Jury.



Architekturwettbewerbe Baufeld A2 und Freiflächen

A2 und freiflächen
Bei dem zeitgleich vorgestellten fünften und sechsten Wettbewerb innerhalb des Urbanen Leben am Papierbach bildeten zum Einen die Gestaltung der im Quartier befindlichen Freiflächen sowie die Planung von Wohn- und Gewerbeflächen auf dem Baufeld A2 die Wettbewerbsaufgabe.
"Die Freiflächen entscheiden über den Charakter und die Atmosphäre eines Quartiers", betont Fachpreisrichter Michael Gebhard von morpho-logic. Die Platzräume mit wiedererkennbaren Bauminseln als westlichen und östlichen Eingang sprachen für den Entwurf des Stuttgarter Büros Köber Landschaftsarchitektur (rechts). 
Für ihre architektonische Würdigung des Auftakts ins Quartier wurden die Architekten Nungesser, Madina und Jander aus Darmstadt mit dem 1. Preis des Wettbewerbs für Baufeld A2 bedacht (links). Neben der klaren Stadtkante des Wohn- und Einzelhandelsgebäudes lenkt Fachpreisrichterin und Stadtbaumeisterin Birgit Weber die Aufmerksamkeit auf  "viele schöne versteckte Ideen mit Qualität" des Siegerentwurfs. 



Architekturwettbewerb Baufeld A3

visualisierung finkjocher

Innerhalb des vierten Architekturwettbewerbes entschied sich die 21-köpfige Jury einstimmig für die Arbeit des Münchner Architekturbüros Fink+Jocher, zusammen mit den Landschaftsarchitekten von terra.nova. Gegenstand des Wettbewerbs war die Entwicklung von Wohngebäuden mit ergänzender Planung der Übergänge zu den öffentlichen Freiräumen und zum Umgang mit dem Lärmschutz.
Im Juryprotokoll heißt es: „Die „Neutralität“ der Räume, wie sie die Verfasser beschreiben, wird sehr positiv gesehen, es entstehen sehr zeitgemäße [Grundriss-]Typologien, in denen sich die Diversität und Individualität unserer Gesellschaft widerspiegeln.“
Die modernen Wohngebäude mit einer sägerauen Holzschalung schließen an die nordöstlichen Ecke des Baufeldes, der Verbindungsbau zum südlichen Kopfbau entfällt. Durch die flexiblen Wohnungszuschnitte und die dadurch entstehenden Zwischenräume ergibt sich eine soziale Durchmischung, die ein hohes Maß an Individualität verspricht.

Architekturwettbewerb Baufeld B2 mit Ideenteil zu Baufeld A1

AUSSTELLUNG1
Die Jury aus Fachexperten und kommunalen Vertretern entschied sich einstimmig für die Arbeit des Stuttgarter Büros Aldinger Architekten mit Kopperroth Architekten. Der erste Preisträger schafft es „die Identität des Ortes sowohl sensibel aufzugreifen als auch ideenreich und nachhaltig fortzuschreiben.“ Die geschlemmte Ziegelfassade des Neubaus knüpft an die Industriegeschichte des Ortes und die Tradition des Stein- und Ziegelbaus in Landsberg an. Durch das Drehen des mittleren Baukörpers des Neubaus entsteht eine klare, ruhige und gut proportionierte Figur. Der geschlossene grüne Innenhof bietet Aufenthaltsqualität für die zukünftigen Nutzer und stellt ebenfalls einen Bezug zum Höfekonzept der Landsberger Altstadt her.

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